Es reicht! Kassen und KBV müssen zur Verantwortung gezogen werden

Aktionstag der Psychotherapeuten – Pressemitteilung 3/2014

Berlin, 22. 09. 2014. “Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) müssen endlich den Urteilen der Gerichte folgen. Sonst ist Gesundheitsminister Gröhe in der Pflicht, seine Rechtsaufsicht auszuüben“. Diese Forderung erheben die Verbände der Psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten sowie der ärztlichen Psychotherapeuten und Psychiater, die zu morgen, dem 25. September 2014, zu einem gemeinsamen Aktionstag aufgerufen haben.

Die Verbände kritisieren, dass Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung seit Jahren höchstrichterliche Urteile des Bundessozialgerichts missachten, das immer wieder entschieden hat, dass niedergelassene Psychotherapeuten mit maximaler Arbeitsleistung mindestens den durchschnittlichen Arztlohn eines somatisch tätigen Arztes erreichen können müssen.

„Wir wollen in der Lage sein, unsere Patienten zeitnah und unter ordentlichen Bedingungen zu therapieren. Immer öfter benötigen die Menschen wegen psychischer Leiden eine Therapie. Die finanziellen Grundlagen stimmen derzeit aber nicht.  Psychotherapie wird weit schlechter bezahlt als somatische Leistungen. Deshalb gehen wir am Donnerstag dieser Woche gemeinsam auf die Straße, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Die Verantwortlichen in Politik, bei der Selbstverwaltung und den Krankenkassen müssen endlich ernst nehmen, dass eine qualitativ hochwertige Psychotherapie nur dann zu leisten ist, wenn Psychotherapeuten finanziell ausreichend abgesichert sind. Die fortwährende Benachteiligung der Psychotherapeuten muss ein Ende haben“,  weisen die Verbände auf die anhaltend missliche Lage hin.

Mit einem großen Demonstrationszug vom Potsdamerplatz zum Bundesministerium für Gesundheit am 25. September machen die Psychotherapeuten und Psychiater auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar, dass die dringend benötigte Versorgung mit psychotherapeutischen  und psychiatrischen Leistungen auf Dauer nicht gewährleistet ist, sollten sich die Grundlagen von Vergütung und Gleichbehandlung mit den anderen Arztgruppen im System nicht grundlegend verbessern.

Pressemitteilung (PDF)

Verlauf des Aktionstages

HINWEIS
 
Am 25. September 2014 wird in der Leipziger Straße das neue Einkaufszentrum Berlins eröffnet. Es wird mit sehr hohem Verkehrsaufkommen gerechnet, so dass die Anfahrt sicherlich erschwert ist!

Pressekonferenz
(nur presseöffentlich)
10.30 Uhr
Octavus Office & Service Berlin GmbH
Raum Chopin
Potsdamer Platz 11 | 10785 Berlin

  • 12.00 – 12.30 Uhr
    Treffen am Potsdamer Platz (Hauptplatz S-Bahnhof an der grünen Uhr) und Ausgabe der T-Shirts
  • 12.50 Uhr
    Auftakt & Begrüßung
  • 13.00 Uhr
    Start des Demonstrationszug
  • 16.00 Uhr
    Abschlusskundgebung vor dem BMG

 

Route

  • Leipziger Straße
  • Friedrichstraße
  • Dorotheestraße
  • Wilhelmstraße
  • Luisenstraße
  • Reinhardtstraße (GKV Spitzenverband)
  • Friedrichstraße (Abschlusskundgebung BMG)

 
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